Klassische Gulaschsuppe – Vollständige Anleitung

Klassische Gulaschsuppe

Deftig & Herzhaft

Diese klassische Gulaschsuppe ist ein echtes Soulfood und wärmt an kalten Tagen wunderbar. Mit einfachen Zutaten und etwas Zeit entsteht ein herzhaftes Gericht für die ganze Familie.

Zutaten:

  • 500g Rindfleisch (aus der Keule oder Wade, gewürfelt, ca. 2-3 cm Kantenlänge)
  • 2 große Zwiebeln
  • 2 EL Pflanzenöl (z.B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl)
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
  • ½ TL Rosenpaprika (scharf oder mild, je nach Geschmack)
  • ½ TL Kümmel, gemahlen
  • ½ TL Majoran, getrocknet
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Prise Cayennepfeffer (optional)
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle
  • 1,5 Liter Rinderbrühe (oder Gemüsebrühe)
  • 2 Karotten
  • 2 Stangen Lauch
  • 2 Paprikaschoten (rot und gelb)
  • 2-3 Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
  • Optional: Frische Petersilie oder Schnittlauch zum Garnieren

Zubereitung:

1
Fleisch vorbereiten

Wascht das Rindfleisch unter kaltem Wasser ab und tupft es mit Küchenpapier trocken. Schneidet es in Würfel von ca. 2-3 cm Kantenlänge. Größere Würfel benötigen eine längere Garzeit.

Fleischwahl-Tipp: Für eine besonders aromatische Gulaschsuppe verwendet Fleisch aus der Rinderkeule oder Wade. Dieses Fleisch ist gut durchwachsen und gibt beim Schmoren viel Geschmack ab.
2
Zwiebeln vorbereiten

Schält die Zwiebeln und schneidet sie in grobe Würfel oder halbe Ringe. Für eine rustikale Gulaschsuppe dürfen die Zwiebelstücke ruhig etwas größer sein.

3
Fleisch anbraten

Erhitzt das Pflanzenöl in einem großen Topf oder Schmortopf bei mittlerer bis hoher Hitze. Gebt das gewürfelte Rindfleisch portionsweise in den heißen Topf und bratet es von allen Seiten scharf an, bis es braun ist. Nehmt das Fleisch aus dem Topf und stellt es beiseite.

Fleisch portionsweise anbraten: Bratet das Fleisch unbedingt portionsweise an, damit es schön braun wird und nicht nur kocht. Wenn ihr zu viel Fleisch auf einmal in den Topf gebt, kühlt das Öl zu stark ab und das Fleisch wird grau statt braun.
4
Zwiebeln anbraten

Gebt die Zwiebelwürfel in den Topf und bratet sie im Bratfett des Fleisches bei mittlerer Hitze an, bis sie glasig und leicht goldbraun sind. Rührt dabei gelegentlich um, damit sie nicht anbrennen.

Zwiebeln Farbe geben: Die angebratenen Zwiebeln geben der Gulaschsuppe später eine schöne Farbe und einen guten Geschmack.
5
Tomatenmark und Gewürze hinzufügen

Gebt das Tomatenmark zu den Zwiebeln in den Topf und röstet es kurz mit an (ca. 1 Minute). Das Tomatenmark karamellisiert dabei leicht und gibt der Suppe eine tiefere Farbe und mehr Aroma. Fügt dann das edelsüße Paprikapulver, Rosenpaprika, Kümmel, Majoran, Lorbeerblatt und optional Cayennepfeffer hinzu und röstet die Gewürze kurz mit an (ca. 30 Sekunden). Rührt dabei ständig um, damit die Gewürze nicht verbrennen.

Gewürze anrösten: Das Anrösten der Gewürze entfaltet ihr Aroma besonders gut und gibt der Gulaschsuppe eine intensive Würze.
6
Mit Brühe ablöschen und köcheln lassen

Gebt das angebratene Rindfleisch zurück in den Topf zu den Zwiebeln und Gewürzen. Gießt die Rinderbrühe (oder Gemüsebrühe) an und verrührt alles gut, sodass sich das Tomatenmark und die Gewürze mit der Brühe verbinden. Würzt die Suppe mit Salz und Pfeffer. Lasst die Gulaschsuppe aufkochen, reduziert dann die Hitze auf niedrige Stufe, sodass sie nur noch leise köchelt, und lasst sie mit geschlossenem Deckel ca. 1,5 bis 2 Stunden köcheln, bis das Fleisch weich ist. Je länger die Gulaschsuppe köchelt, desto besser entwickelt sich der Geschmack.

Schmoren bei niedriger Hitze: Das lange Schmoren bei niedriger Hitze macht das Rindfleisch besonders zart und saftig.
7
Gemüse vorbereiten und hinzufügen

Während die Gulaschsuppe köchelt, bereitet das Gemüse vor. Schält die Karotten und die Kartoffeln. Putzt den Lauch und die Paprikaschoten. Schneidet Karotten, Lauch, Paprika und Kartoffeln in mundgerechte Stücke (ca. 1-2 cm groß). Nach ca. 1,5 bis 2 Stunden Kochzeit (wenn das Fleisch fast weich ist) gebt das geschnittene Gemüse in die Gulaschsuppe. Lasst die Suppe weitere ca. 20-30 Minuten köcheln, bis das Gemüse gar ist, aber noch etwas Biss hat.

Gemüse nicht zu weich kochen: Das Gemüse sollte nicht zu weich gekocht werden, sondern noch etwas Biss haben. Gebt es daher erst relativ spät zur Suppe.
8
Abschmecken und servieren

Schmeckt die Gulaschsuppe vor dem Servieren nochmals mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und eventuell etwas Cayennepfeffer ab. Entfernt das Lorbeerblatt. Richt die Gulaschsuppe in tiefen Tellern an und garniert sie optional mit frischer Petersilie oder Schnittlauch. Dazu passt frisches Brot oder Brötchen.

Tipps & Tricks für die klassische Gulaschsuppe:

  • Fleischqualität: Verwendet für die Gulaschsuppe hochwertiges Rindfleisch, am besten aus der Keule oder Wade. Dieses Fleisch ist gut durchwachsen und gibt beim Schmoren viel Geschmack ab.
  • Anbraten ist wichtig: Das scharfe Anbraten des Fleisches und der Zwiebeln ist entscheidend für den Geschmack der Gulaschsuppe. Nehmt euch dafür Zeit und bratet das Fleisch wirklich portionsweise an.
  • Gewürze nicht sparen: Gulaschsuppe lebt von ihren Gewürzen. Seid nicht sparsam mit Paprikapulver, Kümmel und Majoran. Probiert auch verschiedene Paprikapulversorten aus, um den Geschmack zu variieren.
  • Lange Kochzeit: Die lange Kochzeit ist wichtig, damit das Fleisch schön zart wird und sich die Aromen gut verbinden. Je länger die Gulaschsuppe köchelt, desto besser schmeckt sie.
  • Ruhen lassen: Lasst die Gulaschsuppe nach dem Kochen noch etwas ruhen, bevor ihr sie serviert. Dadurch ziehen die Aromen noch besser durch und die Suppe schmeckt noch intensiver.
  • Variationen: Verfeinert die klassische Gulaschsuppe nach Belieben. Gebt zum Beispiel Speckwürfel, geräucherten Paprika oder etwas Rotwein in die Suppe. Auch die Gemüsesorten können variiert werden. Sellerie, Pastinaken oder Steckrüben passen ebenfalls gut zur Gulaschsuppe.
  • Aufbewahrung: Gulaschsuppe hält sich im Kühlschrank ca. 2-3 Tage. Sie lässt sich auch gut einfrieren. Aufgetaut schmeckt sie oft sogar noch besser, da die Aromen noch intensiver geworden sind.

Gutes Gelingen und lasst es euch schmecken!

Pin It on Pinterest

Share This